Volksschule Kleinheubach

Grund- und Mittelschule

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Aktion "Hinsehen"


Auszug aus dem Amtsblatt der Gemeinde Kleinheubach

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger von Kleinheubach, Laudenbach und Rüdenau,
in den letzten Monaten wurden wir alle von Nachrichten über sexuellen Missbrauch und Gewalt an Kindern geschockt.
Vielleicht fragen Sie sich "Was geht das mich an?"
Sexueller Missbrauch und Gewalt gegen Kinder geht jeden von uns an, denn in jedem Kindergarten, in jeder Schule, in jeder Gemeinde und auch in Ihrem Umfeld leben Mädchen und Jungen, die von sexuellem Missbrauch betroffen sein können. Wir dürfen nicht die Augen vor der Gewalt an Kindern verschließen.
Nur eine richtige Aufklärung darüber in Schule und Elternhaus und die Gewissheit der Kinder, dass Erwachsene für ihren Schutz da sind, helfen, Mädchen und Jungen vor Missbrauch zu schützen.
Projekt Das gezeigte Bild ist aus einer Vielzahl von Bildern unserer Schülerinnen und Schülern zum o.g. Thema ausgewählt worden. (Um eine größere Darstellung zu erhalten, klicken sie auf das Bild.) Es symbolisiert unser Anliegen sehr treffend: Schauen Sie nicht weg. Geben Sie den Kindern Sicherheit, indem Sie bewusst hinsehen und, wenn nötig aktiv werden.
Wenn Sie bei unserer Aktion "Hinsehen" mitmachen wollen, erhalten Sie kostenlos das Bild als Etikett zum Aufkleben an die Autoscheibe, an die Haustüre, an das Gartentor, ....
Mit Ihrer Unterschrift am Maimarkt in der Aula der Verbandsschule bekunden Sie außerdem Ihre Unterstützung.
Der künstlerischen Aktion der SchülerInnen unserer Schule folgte eine Veranstaltung auf der Eltern, eine Vertreterin des Weißen Ringes (Frau Stapf) und LehrerInnen eingeladen waren. Frau Stapf schilderte bedrückende Fälle von Kindesmissbrauch in unserem Kreis und wies daraufhin, dass eine wachsame Öffentlichkeit, die auch den Mut hat Missstände anzuzeigen, wichtig ist. Dies dürfe aber natürlich nicht dazu führen, dass Mitmenschen ohne Grund nur bei bloßem Verdacht angezeigt werden und so vielleicht vorschnell von der Gesellschaft abgestempelt werden. Herr Selesion schilderte in diesem Zusammenhang einen Fall, in dem ein Mann zu Unrecht  beschuldigt wurde. Er wurde mit dieser Belastung nicht fertig und beging Selbstmord.


Chronologie der Aktion

  • Konferenzbeschluss, dass in den Klassen Bilder zu der Thematik gemalt werden sollten
  • April 1998: Die drei besten Arbeiten jeder Klasse werden in der Aula ausgehängt
  • Die SchülerInnen bestimmen den Schulsieger
  • Mai 1998: Vervielfältigung der besten Schülerarbeit im Format Din A3
  • Din A4, Din A7, Druck einer Briefbeilage
  • Mai 1998: Veröffentlichung im Gemeindeblatt; Hinweis auf die Aktion am Kleinheubacher Markttag
  • 08.06.1998: Zeitungsbericht im Main-Echo von Frau Schmitz
  • 15.06.1998: Die Aktion wird im Fernsehen gesendet (TV-touring).
  • Der Erledigungsdienst UMSCHEID, die Praxis Dr. VOESKE und die Kanzlei SCHAARSCHMIDT wollen die Briefbeilageeinsetzen.
  • 26.06.1998: Die VS Wörth übernimmt die Aktion.
  • Die Fa. EHRLICH will alle Busse mit Din A3-Plakaten ausstatten.
  • 10.07.1998: Wir versenden an alle bayerischen Grund- und Hauptschulen - die im Internet vertreten sind - per E-Mail unser Logo mit einem Hinweis auf die Aktion.
  • 17.07.1998: Einladung zum Empfang des Ministerpräsidenten Stoiber in der Stadthalle in Eltmann

Logos zur Aktion "Hinsehen" finden Sie im Downloadbereich in verschiedenen Größen und Qualitätsstufen!